Review - BenQ ScreenBar - Wie gut ist die LED-Schreibtischlampe?


Wer wie ich häufig mehrere Stunden am Stück vor einem Monitor sitzt, wird spätestens in der kalten Jahreszeit auf ein zusätzliches Licht nicht verzichten wollen. Einerseits sicherlich deswegen, weil eine zusätzliche Lichtquelle die Augen etwas entspannt, und andererseits, weil beispielsweise die Tastatur, Bücher, Stifte und Papier ansonsten schlichtweg nicht ausreichend beleuchtet werden. 

 

Mit herkömmlichen Stehlampen ergeben sich allerdings meistens 3 Nachteile:

  1. Kann man die Lampe dimmen und in der Farbtemperatur einstellen?
  2. Wie viel Platz nimmt sie auf dem Tisch ein?
  3. Gibt es unerwünschte Reflektionen auf dem Bildschirm?

Genau dafür verspricht BenQ mit der ScreenBar Abhilfe zu schaffen und stellte mir das Produkt für eine Review zur Verfügung.

 


installation

Die ScreenBar kommt in einem schlichten Karton daher, der neben der ScreenBar einen Clip zur Befestigung am Monitor und ein USB-Kabel enthält. Auf eine Bedienungsanleitung im Printformat verzichtet BenQ und setzt auf einen QR-Code auf der Rückseite der Verpackung, was zeitgemäß erscheint.

Die ScreenBar ist mit wenigen Handgriffen installiert: Dafür wird die LED-Leiste in die vordere Halterung am Clip eingesteckt und dieser einfach auf die Breite des Monitors aufgezogen und aufgesetzt. Dann noch das USB-Kabel in die ScreenBar stecken, mit dem Monitor verbinden (sofern ein USB-Anschluss vorhanden ist, ansonsten extern) und schon wird es hell. 


design und funktionen

Nach der Installation fügt sich die ScreenBar in Verbindung mit einem dunklen Monitor, wie ihn die meisten Haushalte benutzen, zumindest farblich gut ein. Dennoch sitzt etwas auf dem Monitor, das vorher nicht da war, und man merkt es. Nicht dass es stören würde, man muss es einfach nur wissen, dass es im Unterschied zu einer Designer-Schreibtischlampe eher nützlich und schlicht daherkommt.

 

 

 

 

Auf der Oberseite befinden sich vier Touch-Sensoren. Mit einem leichten Tippen auf den rechten Button lässt sich die Lampe an- und ausschalten. Links daneben aktiviere ich die Lichtautomatik, die durch den Sensor für Umgebungsbeleuchtung immer die passende Helligkeit einstellt. Dabei klettert die Helligkeit auf einen Maximalwert von bis zu 500 Lux, was absolut ausreichend ist, einen normalen Arbeitsbereich mit Tastatur, Maus und Notizbuch zu illuminieren. 

 

 

 

 

Sollte man die Helligkeit manuell einstellen wollen, kann man das am Button ganz links machen. Entweder mehrfach tippen oder den Finger aufgelegt lassen - so kann man aus unterschiedlichen Helligkeitsstufen wählen.

Damit die Augen nach langem Arbeiten am PC nicht ermüden, lässt sich auch die Farbtemperatur zwischen warmen 2700K und steril kalten 6500K einstellen.

 

 

 

 

Sobald die gewünschte Helligkeit und Farbtemperatur eingestellt ist, lässt sich die ScreenBar um ca. 30-40 Grad in der Halterung drehen, um dem perfekten Winkel zum Bildschirm und der Arbeitsfläche darunter einzustellen. Interessanterweise kommt es bei - egal in welcher Position - nie zu Reflektionen auf dem Bildschirm. Nach Angaben von BenQ wird das durch ein asymmetrisch optisches Design erzielt, so dass die LED-Lichtquelle nur die Arbeitsfläche beleuchtet und nicht den Monitor.


Fazit

Der Raum auf Schreibtischen ist meistens recht kostbar - so auch bei mir. Je weniger ich mit zusätzlichen Lampen meinen Arbeitsbereich belaste, umso besser. Leider kann ich das platzsparende Design nicht vollends ausnutzen, da ich keinen Monitor mit USB-Port und ein MacBook Pro als Hauptrechner verwende, sodass es über einen Adapter an meinen Laptop angeschlossen werden muss. Elegant ist anders - dennoch kein direkter Nachteil der ScreenBar selbst.

 

Die Verarbeitungsqualität und Leuchtkraft sind absolut zufriedenstellend - kein Flimmer oder Flackern. Gerade bei längeren Sessions am Computer brauche ich etwas Umgebungslicht, das meine Augen entspannt. 

Was mir jedoch am besten gefällt, ist der gut 70cm breite und 40cm tiefe Lichtkegel, der Lesen vor dem Bildschirm sehr angenehm macht - gerade wenn man häufig zwischen Buch und Bildschirm hin- und herblickt. 

 

Wenn man die Kosten für eine moderne Schreibtischlampe mit LED-Technologie betrachtet, liegt die ScreenBar mit aktuell 99€ im mittleren Segment und ist meiner Meinung nach eine beachtenswerte Alternative.