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Wie du einen eigenen Podcast erstellst - Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung

 Endlich den eigenen Podcast aufnehmen

 

🎧 Du möchtest deinen eigenen Podcast veröffentlichen, um einen weiteren Kanal für die Kommunikation mit deinen Nutzern zu haben?

🌐 Du möchtest einen Podcast erstellen, um deine Reichweite im Web zu erhöhen?

🗣 Oder du möchtest einfach nur einen Podcast produzieren, um weil du Spaß am Reden hast?

 

Dann werde ich dir in diesem Artikel ausnahmslos alle Punkte aufzeigen, die du durchlaufen musst, um deinen eigenen Podcast zu erstellen. Egal, ob es dein Ziel ist, einen Video- oder einen Audio-Podcast zu machen, du wirst in diesem Artikel die Antwort auf all deine Fragen finden.

Die Inspiration für den Artikel zum Thema “Podcast aufnehmen” ist daraus entstanden, dass auch wir bei Valyourself einen regelmäßigen Podcast aufnehmen, um dich auch dann zu erreichen, wenn du einmal keine Zeit hast, unsere Blogartikel zu lesen, bspw. im Auto, beim Kochen oder beim Sport.

 

Was ist ein Podcast?

 

Ein Podcast (Zusammensetzung aus iPod und Broadcast) ist nichts anderes als ein Audio- oder Videobeitrag, der sich über einen Feed – in der Regel RSS (Rich Site Summary bzw. Really Simple Syndication) abonnieren lässt. Einfach gesagt: Ein Podcast sind mehrere Audio- und Videodateien, die episodenhaft zu einer Art “Show” zusammengeführt werden. Das ganze funktioniert “on demand”, es gibt also keine festen Sendezeiten wie bspw. im Radio. Du kannst es dir ähnlich vorstellen wie einen Blog, der nach und nach mit Artikeln bestückt wird, so funktioniert es auch mit einem Podcast, nur eben in Audio- oder Videoform.

Falls du noch nie einen Podcast gesehen hast: Hier ist beispielhaft der Valyourself-Podcast ;-)

 

Wie kann man Podcasts hören?

 

Es gibt zahlreiche Programme bzw. Apps, die in der Lage sind, den oben genannten RSS-Feed zu lesen und dir somit ermöglichen, einen Podcast zu hören. Diese Programme nennt man Podcatcher, Podcasting-Clients oder Feed Reader.

Der populärste Client ist iTunes. Allein in den USA erfolgen über 80% aller Podcast-Downloads über Apples Podcast-Programm (Quelle: www.giga.de).  iPhones verfügen zudem über eine vorinstallierte “Podcasts”-App, was das Hören von Podcasts direkt ab Kauf ermöglicht. Hinzu kommen weitere hunderte Podcast-Apps. Gerade für Android-Smartphones gibt es zahlreiche Alternativen wie z.B. “Podcast Player” oder “Podcast Addict”. Die Apps bieten jeweils unterschiedliche Zusatzfunktionen, funktionieren im Grunde aber alle ähnlich.

 

Das Erstellen eines Podcasts birgt riesiges Potenzial

 

Mit der Veröffentlichung eines Podcasts gehen für Unternehmen und Marken riesige Vorteile einher. Verfügst du beispielsweise bereits über einen Blog, so erreichst du bereits den Teil deiner Zielgruppe, die bereit sind und die Zeit haben, Inhalte visuell zu konsumieren.

Was ist mit dem Teil der Zielgruppe, die viel mit dem Auto unterwegs sind, die 1,5h Sport am Tag treiben, die kein Notebook besitzen und Blogartikel ungern auf ihrem kleinen Smartphone-Display lesenDies sind nur ein paar Beispiele von Personen, die als potentielle Hörer deines Podcasts in Frage kommen. Das Konsumieren von auditiven Inhalten ist bei nahezu allen Tätigkeiten parallel möglich, es sei denn, es ist verboten (bspw. auf Arbeit) oder deine Tätigkeit ist kognitiv sehr einnehmend (z.B. einen Brief zu schreiben). Hinzu kommt, dass die Hürde zum Einstieg unfassbar gering ist. Wie bereits beschrieben, besitzt jedes iPhone eine vorinstallierte Podcast-App, und das Herunterladen einer Podcast-App ist auch keine riesige Hürde auf einem Android-Smartphone.

Letztlich darf man einen Punkt ebenfalls nicht vernachlässigen: Podcasten ist um einiges persönlicher, als einen Blogartikel zu schreiben. Der Hörer lernt deine Stimme kennen, merkt wann du aufgebracht bist, wann du besonderen Wert auf eine Information legst. Der Hörer entwickelt weit schneller eine Sympathie und eine Bindung zu dir als Person, als er es bei Blogartikeln tut. Die Wahrscheinlichkeit, dass er wiederkehrt ist also um einiges höher als es beim Blog der Fall ist (natürlich nur, sofern du ein sympathischer Typ bist, aber davon gehe ich aus 😉).

 

Womit nimmt man einen Podcast auf?

 

Jetzt kommen wir zum spannenden Teil. Ich gehe davon aus, dass du diesen Artikel liest, um selbst mit dem Podcasten (durch)zustarten. Für die Aufnahme eines Podcasts benötigst du für den Anfang kein super teures Equipment. Es genügt ein gutes Mikrofon und eine fähige Software, um deine Audiodateien zu bearbeiten. Ansonsten benötigst du nur noch deine Stimme und ein Glas Wasser, wenn es mal etwas länger dauert ;).

 

Das richtige Mikrofon

 

Zu Beginn deiner Podcast-Karriere benötigst du meiner Meinung nach noch kein High-End-Mikrofon. Podcasts hört man ohnehin, da man die Person bzw. die Inhalte des Podcast spannend findet. Nichtsdestotrotz solltest du zum Aufnehmen deines Podcasts natürlich auch nicht das interne Mikrofon deines 2007er Notebooks verwenden.

Grundlegend musst du zwischen zwei Arten von Mikrofonen unterscheiden:

Kondensatormikrofone: nehmen den Raum um dich herum auf. Diese sind auch meist eher empfindlich, nehmen aber auch mehr Details auf. Solltest du bspw. viele Interviews mit Partnern führen, die direkt vor Ort sind, so eignet sich für dich ein Kondensatormikrofon, weil damit der gesamte Raum aufgenommen wird.

Dynamische Mikrofone: nehmen nur die dir zugewandte Seite auf. Hintergrundgeräusche hinter dem Mikrofon werden nicht aufgenommen. Meist haben diese Mikrofone auch einen druckvolleren Klang. Solltest du alleine über gewisse Themen sprechen oder Online-Interviews führen, also alleine im Raum sein, so kann auch das Upgrade zu einem dynamischen Mikrofon Sinn machen.

Wenn du nicht noch in ein Mischpult investieren willst, solltest du am Anfang nach einem Mikrofon schauen, das sich per USB an den Computer anschließen lässt, damit du direkt loslegen kannst.

Samson Meteor

Ein gutes Einstiegs-Kondensatormikrofon ist das Samson Meteor*, welches aktuell mit einem Preis von 46,-€ zu Buche schlägt, was für die meisten Podcast-Einsteiger vollkommen ausreichend ist. Das Mikrofon verfügt über einen USB-Anschluss und ist somit Plug & Play.

Hier könnt ihr euch einmal eine Beispielaufnahme dieses Mikrofons anhören: https://www.youtube.com/watch?v=ZGQ4kJVAv1E

RODE NT-USB

Im Valyourself Podcast verwenden wir überwiegend das RODE NT-USB* Kostenpunkt: 155,-€. Die Unterschiede in der Audioqualität sind für den “Ottonormalhörer” nicht zu erkennen.

Von unserer Seite können wir eine große Empfehlung für dieses Mikrofon aussprechen, da es gerade durch den bereits eingebauten Popp-Schutz eine sehr klangvolle und dynamische Audioqualität liefert.

Hier einmal ein Audiobeispiel: https://www.youtube.com/watch?v=FJmXwDgMgJM

Behringer Ultravoice XM8500

Ein günstiges dynamisches Mikrofon für den Einstieg ist das Behringer Ultravoice XM8500*. Mit einem Preis von 19,40€ ist es preislich wirklich unschlagbar. Wenn du auf einen Stand verzichten kannst und das Mikrofon lieber in der Hand hältst, dann ist diese Mikrofon das Mikrofon deiner Wahl.

Hier ein kleiner Audio-Test: https://www.youtube.com/watch?v=EENHtVka4fQ

Rode Procaster

Möchtest du den Komfort, deine Hände nicht ständig am Mikrofon zu haben, und willst du ein Mikrofon, was du in deiner Podcast-Karriere wohl nie wieder wechseln musst, dann kann ich dir das Rode Procaster* empfehlen. Mit 152,-€ ist es sicher nicht das günstigste Mikrofon, aber wenn es “das Podcast-Mikrofon” gibt, dann ist es wohl das Rode Procaster. Die Audioqualität ist super klar und kraftvoll und es kommt direkt mit einer flexiblen Mikrofonhalterung, die dir die perfekte Aufnahme ermöglicht.

Auch hier gibt es natürlich einen kleinen Audiotest: https://www.youtube.com/watch?v=pT557EYjp_k

 


 

Jetzt habe ich dir 4 verschiedene Optionen gegeben und du bist eventuell verwirrt, da irgendwie alle Mikrofone ziemlich gut klingen (zumindest war ich anfangs so verwirrt). Wenn ich dir eine Empfehlung aussprechen muss, dann rate ich dir zum Samson Meteor*. Preis-Leistung stimmt einfach. Du kannst es direkt einstecken und loslegen, brauchst keine komplizierte Halterung und du wirst für dein erstes Podcast-Jahr sicher kein anderes Mikrofon benötigen.

Um die Audioqualität deines Mikrofons noch weiter zu erhöhen, kannst du übrigens über den Kauf eines Popp-Schutzes oder eins Windpuschels (Tote Katze) nachdenken. Damit minimierst du unnötige Nebengeräusche und sorgst für eine klare Aufnahme.

Unterwegs Podcasten

Wenn du Podcasts auch unterwegs aufnehmen möchtest, kannst du auch ein Ansteckmikrofon verwenden. Dies ist z.B. von Vorteil, wenn du einen Podcast im Auto aufnehmen möchtest oder bei einem Spaziergang. (Ja, Podcasten ist so vielfältig, dass du selbst bei deiner täglichen Fahrt zur Arbeit über Themen sprechen kannst, die dich interessieren und es wird Leute geben, die dieses Format mögen. ;-))

Ein sehr günstiges Ansteckmikrofon mit welchem wir bei Valyourself sehr gute Erfahrungen gemacht habe ist dieses NoName-Mikrofon*. Mit einem Preis von gerade einmal 11,99€ ist es einfach unschlagbar. Für den Anfang absolut ausreichend.

Möchtest du auf eine Marke zurückgreifen, die im Audiobereich nie enttäuscht, so kann ich dir das Rode smartLav+ empfehlen. Es kostet etwas mehr (47,-€), bietet aber natürlich auch eine super klare Aufnahme und sehr wenig Rauschen.

 

Mit welcher Software nehme ich meinen Podcast auf?

 

Jetzt hast du dein Mikrofon. Nun geht es darum zu klären, mit welcher Software du deinen Podcast aufnimmst. Hierzu gibt es keine wirklich spezielle “Podcast-Software” sondern verschiedene Audioaufnahme-Programme, die bei vielen Betriebssystemen bereits vorinstalliert sind.

Nutzt du MacOS, so kann ich dir die Aufnahmefunktion von GarageBand empfehlen. In GarageBand kannst du deine Audiospur aufnehmen, schneiden und sogar noch etwas an der Audioqualität arbeiten, indem du beispielsweise die Höhen und Tiefen regulierst.

Für MacOS sowie Windows ist Audacity eine sehr gute und beliebte, kostenlose Alternative. Die Funktionalität ist ähnlich der von Garageband.

Solltest du deine Audioaufnahmen eher online bearbeiten wollen, so kannst du Auphonic nutzen. Dieser Service ist vor allem für technisch weniger versierte Nutzer sehr einfach zu bedienen. Ab einer Audiomenge von mehr als 2 Stunden pro Monat musst du jedoch einen kleinen monatlichen Obolus zur Nutzung des Service ausgeben. 

 

Intro und Outro - Woher nehme ich Musik für meinen Podcast?

 

Ein guter Podcast hebt sich ab bzw. macht sich wiedererkannbar durch Musik. Nahezu alle erfolgreichen Podcasts haben ein immer wiederkehrendes Intro und Outro. Meist wird eine Hintergrundmusik gespielt und eine Stimmaufnahme darüber gesprochen, z.B. 

“Willkommen beim SuperDuperPodcast, dein Podcast für Super und Duper, heute geht es um das Thema: Wie schaffe ich es noch besser zu werden, als ich sowieso schon bin?”.

Das ganze, gepaart mit der passenden Musik gibt deinem Podcast einen riesigen Wiedererkennungswert.

Nun ist Musik ja immer so ein Thema, gerade wegen des Urheberrechts. Wenn du selbst nicht komponieren kannst (was die wenigsten können, wir eingeschlossen), machst du es dir leicht, wenn du einfach mal auf YouTube nach “Copyright Free Music” suchst. Ich bin mir sicher, du wirst einen Jingle finden, der für deine Nische ansprechend ist. Hast du diesen gefunden, sprichst du einmal dein Intro und dien Outro ein, legst die beiden Spuren übereinander über GarageBand oder Auphonic und voilà du hast ein Intro und ein Outro. Diesen Schritt würde ich dir übrigens vor deinem ersten Podcast empfehlen, da ein einheitliches Intro, die wahrgenommene Qualität deines Podcasts massiv erhöht.

Podcast-Hörer sind übrigens sehr angenehme Fans, die dir auch nicht böse sind, wenn du in deinem Outro auf deine Website, deine Social Media oder ähnliche Angebote verweist. Sofern dein Podcast informativ, unterhaltsam oder beides war, sind die Hörer sogar sehr daran interessiert, mehr über dich und dein Projekt zu erfahren.

 

Wo hoste ich einen Podcast? / Wo lade ich einen Podcast hoch?

 

Nun geht es an’s Eingemachte. Dein Podcast ist aufgenommen und geschnitten, die Audiodatei steht, jetzt muss er der Welt präsentiert werden. Das Hochladen eines Podcasts nennt man gemeinhin “hosten”. Wo hostet man nun den Podcast?

Du musst zwischen zwei Arten des Hostings unterscheiden: Selbsthosting und Fremdhosting.

 

Selbsthosting

Die weitaus unpopulärere Methode ist das Selbsthosting, was wohl daran liegt, dass sie in vielen Fällen nicht möglich ist. Solltest du eine Website besitzen, die du über ein CMS wie Wordpress, Drupal oder Joomla verwaltest, so kannst du hier deine Podcasts hochladen und dir automatisch einen Feed für deine Podcast-Folgen erstellen lassen. Diese Arbeit kannst du dir bei WordPress erleichtern lassen durch Plugins wie Blubrry PowerPress oder Podlove Podcast Publisher. Um dich genau einzuweisen, wie du die Plugins verwendest, braucht es einen ganzen eigenen Artikel. Das würde den Rahmen dieses Artikels sprengen.

Trag’ dich einfach in den Valyourself Newsletter ein, da lasse ich dir dann immer die neuesten Artikel zukommen. Dann erhältst du auf jeden Fall die neueste Information, wenn es etwas frisches zum Thema “Podcasting” gibt.

 

Fremdhosting

Fremdhosting ist die weitaus populärere Methode, seinen Podcast zu veröffentlichen. Meist ist das mit Kosten verbunden, die im Vergleich zu den sonstigen Kosten, die man für Marketing ausgibt, verschwindend gering sind.

Der Marktführer im Hosting ist Libsyn.com. Das Hosting startet hier ab 5$ pro Monat. Damit hast du 50MB pro Monat inklusive. Das reicht für ungefähr 2-3 kurze Podcast-Folgen (ca. 15-20 Minuten je Folge). Für 15$ pro Monat bekommt ihr 250MB pro Monat, was für die meisten ausreichen sollte. Aktuell steht ja die EU-DSGVO in den Startlöchern, weswegen amerikanische Anbieter natürlich mit Vorsicht zu genießen sind.

Wir bei Valyourself nutzen Podigee.com, was meiner meiner Meinung nach der Podcast-Host mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis ist. Hosting beginnt hier ab 6€ pro Monat. Dafür bekommt ihr 2 Stunden pro Monat, was für die meisten komplett ausreichend ist. Wollt ihr den Podcast mit eurer eigentlichen Website verlinken, also “Custom-URLs” hinterlegen, müsst ihr den 12€-Plan wählen. Damit sind dann schon 4 Stunden Podcast-Zeit pro Monat inklusive, was mehr als genug ist. Außerdem kann man mit diesem Plan auch noch vollautomatisch seinen Podcast bei YouTube hochladen.



Das Transskript - Wenn Leute doch noch einmal etwas nachlesen wollen

 

Egal, für welchen Host du dich nun entschieden hast, du kannst ein Transskript deiner jeweiligen Podcast-Episoden erstellen, d.h. deine Folge in Textform unter den Podcast packen. Vielleicht will der ein oder andere Leser etwas aus deinem Podcast zitieren oder einfach noch einmal etwas genauer nachlesen, dann ist es natürlich sehr vorteilhaft für dich, wenn du über ein Transskript deiner Episode verfügst. Die Erstellung eines solchen Transskripts kann allerdings sehr mühsam sein. Bei Podigee.com kannst du dir für 0,20€ pro Minute automatisch ein Transskript erstellen lassen, was eigentlich ein fairer Deal ist. Bei einer 15-Minuten-Folge entstehen dir hierbei Kosten von 300 Cent bzw. 3,-€.

💡 Hier kommt jetzt ein kleiner Life-Hack: Alternativ kannst du auch einfach deine Podcastfolge auf deinem Handy laut abspielen und von deinem PC über eine Spracheingabe-Funktion diktieren lassen, das heißt Sprache in Text umwandeln lassen. Eine Diktierfunktion, die super funktioniert ist die von Google Docs. Diese diktierte Textdatei musst du dann aber auf jeden Fall noch einmal korrekturlesen! Spracheingabe ist heutzutage immer noch nicht zu 100% ausgereift. Es werden also noch Fehler passieren.

Letztlich möchte ich dir sagen, dass ein Transskript zwar nützlich sein kann, aber sicher kein Muss ist. Die meisten Hörer sind auf deinem Podcast, weil sie dich hören wollen. Lesen können sie auch deinen Blog ;-).

 

Die Shownotes - Die Erweiterung deines Podcasts in Textform

 

Wenn du schon einmal einen Podcast gehört hast, dann wirst du eventuell auch schon auf die sogenannten “Shownotes” aufmerksam geworden sein. Diese dienen als Erweiterung deines Podcasts und ermöglichen dir beispielsweise, wichtige Infografiken einzubinden oder auf andere Webseiten zu verlinken. Wenn du beispielsweise eine komplexe Theorie erklärst, kann es von Vorteil sein, eine visualisierende Infografik in die Shownotes einzubinden, um es deinem Hörer leichter zu machen, deine Ausführungen zu verstehen.

Ebenso kannst du hier super deine Social Media oder deine Website verlinken sowie empfohlene Produkte.

Die Gestaltungsmöglichkeiten sind nahezu endlos. Sei dir nur bewusst, dass die meisten Podcast-Hörer da sind, um dir zuzuhören. Wenn deine Inhalte so stark auf das Mitverfolgen von Grafiken in den Shownotes aufbauen, dann wirst du eine große Zielgruppe - nämlich die, die deine Podcasts unterwegs hört - verfehlen.

 

Wie designe ich mein Podcast Cover?

 

Wir Menschen bewerten den Wert jeglicher Dinge, egal ob es ein Podcast, ein Auto oder eine andere Person ist, erst einmal sehr oberflächlich. Deswegen ist es natürlich vorteilhaft, wenn du ein Cover-Bild für deinen Podcast hast, das hochwertig und ansprechend ist. Doch auch hier musst du nicht in Panik verfallen, wenn du kein Photoshop-Profi bist. Es gibt heutzutage super einfache, webbasierte Bildbearbeitungstools, wie bspw. Canva, womit du im Handumdrehen ein ansprechendes Coverbild designen kannst. Wenn du das Titelbild unseres Valyourself-Podcasts anschaust, siehst du, dass das auch kein Hexenwerk war. Übrigens wurde das mit Stencil erstellt.

 

Verbindung mit iTunes Podcasts

 

Wenn dein Podcast nun gehostet ist und du ihn mit Shownotes und einem schönen Cover versehen hast, musst du ihn jetzt noch mit iTunes verbinden. Wie bereits beschrieben: Die Nr. 1 Podcast-App ist die von Apple.

Hierzu musst du dir eine Apple ID anlegen, das heißt ein Konto bei Apple erstellen und anschließend über Podcasts Connect deinen RSS-Feed übermitteln. Diese Integration ist zumindest bei Podigee sehr selbsterklärend. Danach dauert es meist 1-2 Tage, bis dein Podcast überprüft ist, und dann kann jede Person, die ein iPhone besitzt und die Podcast-App öffnet, deinen Podcast finden.

Diese Verbindung musst du übrigens nur einmal herstellen. Solltest du nun eine neue Episode veröffentlichen, so wird diese automatisch auch an iTunes übermittelt und ist für alle verfügbar.

 

Wo kann ich meinen Podcast promoten?

 

Jetzt hast du endlich deine erste Episode veröffentlicht. Nun stellt sich die Frage, wie du deinen Podcast promoten kannst, damit du mehr Hörer anziehst. Natürlich empfehle ich dir ganz klar über deine eigene Website, sofern du eine besitzt, Werbung für deinen neu eingerichteten Podcast zu machenSocial Media eignet sich hierzu auch hervorragend.

Zusätzlich kannst du deinen Podcast auch ganz einfach auf YouTube hochladen. Nutze dein Podcast-Cover-Bild einfach als Hintergrundbild des Videos und zack, hast du einen weiteren Vertriebsweg.

Die Promotion des Podcasts unterscheidet sich ansonsten natürlich nicht groß von der Promotion jedes anderen webbasierten Inhalten. Vernetze dich mit anderen Podcastern, schau’ ob es gemeinsame Interessen geht, über die ihr zusammen podcasten könnt. Frag’ deine ersten Hörer, ob sie dir eine gute Bewertung geben können, damit du in den Platzierungen bei iTunes weiter nach oben rutschst.

Wie bei jedem neuen Projekt ist auch Podcasting mit einem “Cold Start” verbunden. Du wirst am Anfang nicht direkt 10.000 Hörer pro Monat haben. Arbeite konstant an deinem Podcast, mach die Inhalte noch interessanter, noch hilfreicher, noch unterhaltsamer und lass’ schlussendlich die Hörer deine Promotion übernehmen. Gute Dinge werden weitergetragen!

Was meinst du, wie oft ich schon den Bewohnerfrei-Podcast von Tobias Beck weitermpfohlen habe? Mindestens 20mal. Einfach weil ich ihn super spannend finde! (Übrigens habe ich ihn hiermit ein weiteres Mal empfohlen.)

 

Jetzt bist du dran

 

Jetzt hast du die Grundschritte an der Hand, was es braucht, um mit dem Podcasten loszulegen. Ob du das Potential dieses Online-Marketing-Tools für dich anerkennst, ob du bereit bist, dir ein Mikrofon zu kaufen und ob du bereit bist einfach mal die erste Aufnahme zu machen, liegt nun ganz an dir.

Ich kann es dir nur wärmstens empfehlen, mit dem Podcasten zu beginnen, wenn du deine Marke größer machen möchtest, die Verbindung zu deiner Community stärken willst oder einfach bereit bist, etwas Neues auszuprobieren.

Ich hoffe, diese Anleitung war hilfreich für dich. Gerne höre ich von dir, wie deine ersten Podcast-Erfahrungen so liefen.

Wenn du möchtest, dass ich auf einen Punkt noch genauer eingehe, dann schreib’ mir gerne einen Kommentar oder eine Mail an arne@valyourself.com. Ich freue mich drauf!

Ansonsten wünsche ich dir noch eine erfolgreiche Woche und wir sehen (hören 😉) uns bald!

 

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