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Smalltalk lernen - Wie du mit jedem ins Gespräch kommst

Tipps für besseren Smalltalk und bessere Kommunikation

In diesem Artikel lernst du 10 kreative Tipps kennen, wie du deinen Smalltalk mit anderen Person verbessern kannst; wie du es schaffst, Gespräche aufrechtzuerhalten und wie es dir gelingt, einen guten Eindruck bei deinem Gegenüber zu hinterlassen. Und das geniale ist, dass du jeden Tipp direkt nach dem Lesen des Artikels schon anwenden kannst!

 

 

Wenn es darum geht, mit Leuten ins Gespräch zu kommen, die man nicht kennt und dann auch das Gespräch aufrechtzuerhalten, haben viele Menschen - ich eingeschlossen - ein riesiges Problem.

 

💃 Da steht diese hübsche Frau und man weiß einfach nicht, wie man sie ansprechen soll. 

🎉 Man ist auf einer Firmenveranstaltung mit 100 Personen und steht trotzdem den ganzen Abend nur bei den 5 Leuten, die in der eigenen Abteilung arbeiten.

🍸 Man ist auf einem Netzwerk-Event und möchte für sich und sein Produkt Werbung machen, aber es fehlt einem einfach der richtige Gesprächseinstig.

 

Diese Probleme sind keine Seltenheit und ich behaupte, jeder hatte schon einmal Probleme mit Smalltalk, egal wie extrovertiert er oder sie ist.

Das spannende am Smalltaken oder an Gesprächen allgemein ist, dass man sie lernen kann. Es gibt genügend kleine Tipps und Tricks, um Gespräche anzufangen, aufrechtzuerhalten und am Ende einen guten Eindruck zu hinterlassen.

Ein Buch, das mir in dieser Hinsicht die Augen geöffnet hat, ist “How To Talk To Anyone” von Leil Lowndes.

Ich fragte mich immer, wie all die erfolgreichen Menschen so mühelos mit anderen Personen kommunizieren können. Es ist, als hätten sie einen ganzen Beutel voller Tricks und vorgefertigter Gesprächseinstiege, die sie ganz entspannt einen nach dem anderen verwenden.

Viel spannender fand ich zudem, dass aus der Fähigkeit, mit Leuten ins Gespräch zu kommen, so viel mehr erwachsen kann: 

🗝 Was ist, wenn man dadurch, die eine Person kennenlernt, die der Schlüsselkontakt zu einer neuen geschäftlichen Möglichkeit ist?

💑 Es würde mir viel leichter fallen, bei Frauen gut anzukommen.

💵 Gute Kommunikation würde mir ebenfalls im Verkauf helfen. 

Also machte ich mich daran, Lowndes Werk zu lesen.

Das Buch fasst 92 Kommunikationstricks zusammen, welche die Autorin über die Jahre gesammelt hat. Von sehr einfachen Verhaltensregeln, bis hin zu überaus kreativen Möglichkeiten, auf sich aufmerksam zu machen.

Die Autorin selbst sagt, dass man einige der Tricks bereits kennt, aber das Buch gibt einem durch die zahlreichen Beispiele noch einmal ein ganz anderes Verständnis dafür, wie diese anzuwenden sind.

Weil mir dieses Buch so nützliche Tipps gegeben hat, möchte ich nun einmal 10 der 92 Ideen mit euch teilen. Wenn ihr Interesse am ganzen Buch habt, könnt ihr es hier* bei Amazon kaufen. Eure 8,99€ sind dort auf jeden Fall gut aufgehoben.

 

1. “The Flooding Smile” - Das überflutende Lächeln ☺️

 

Die erste Idee dreht sich um das erste Signal von Sympathie, das wir einem Menschen zuwerfen - unser Lächeln. Wenn wir auf einer Veranstaltung sind oder einfach durch die Straßen laufen und eine Person anschauen, so werfen wir ihr meistens ein kurzes schnelles Lächeln zu. Dies ist für die meisten Menschen Gewohnheit und dahinter steckt auch prinzipiell eine gute Intention. Beim Gegenüber kommt dieses schnelle Lächeln nicht besonders an, da wir es gefühlt hundert Mal am Tag sehen.

Durch eine kleine Veränderung kannst du jedoch Großes bewirken. Bevor du das nächste Mal geneigt bist, ein schnelles Lächeln zu zeigen, verkneif dir dieses für eine Sekunde. Schau deinem Gegenüber bewusst in die Augen, zeig volles Interesse an ihm bzw. ihr und nach ca. 1-2 Sekunden, zeige deinem Gegenüber ein volles, echtes, authentisches Lächeln, das aussagt: “Ich freue mich, dich zu sehen”. Dies irritiert Leute, aber im positiven Sinne! Somit ist direkt die Grundlage für eine gute Konversation gelegt. Dieser Tipp ist super einfach und man kann ihn sofort in die Tat umsetzen.

 

2. “Hello old Friend” - Hallo alter Freund ✋

 

Dieser Trick ist genial! Erinnerst du dich daran, wie du das letzte Mal, einen Freund, den du länger nicht mehr gesehen hast, wieder getroffen hast? Wie hat sich das angefühlt? Ein sofortiges Gefühl von Sympathie und Freude durchfährt dich und leicht überschwänglich beginnt man voller Energie, in die Konversation zu starten. Bevor man ein Wort spricht, besteht bereits diese magische Bindung.

Wie wäre es, wenn man diese Bindung, mit jeder anderen Person, hätte? Hierzu musst du einmal deinen Verstand austricksen. Bei jeder Begegnung mit einer neuen oder auch bereits bekannten Person, stelle dir vor, dein Gegenüber ist ein alter Kollege von dir und ihr seht euch nun endlich seit einiger Zeit wieder. Das sollst du natürlich nicht laut aussprechen. Sätze wie “Hey alter Kumpel” würden deinen Gesprächspartner eher verstören, aber das Mindset musst du haben! Das mag am Anfang etwas komisch sein, aber wenn du es erst einmal ein paar Mal ausprobiert hast, wirst du mir für diesen Tipp danken. Übrigens: Gerne kannst du deine Erfahrungen dann unten als Kommentar niederschreiben. Ich bin schon gespannt ;).

 

3. “Limit the Fidget” - Nicht nervös wirken ☯️

 

Dieser Tipp kommt dir wahrscheinlich schon bekannt vor, da er sehr selbsterklärend ist, aber er ist dennoch ein Grundpfeiler selbstbewusster Kommunikation, da er zwei signifikante Vorteile bietet. Wenn du es schaffst, in einem Gespräch nicht nervös zu wirken, das heißt, dir nicht in den Haaren umher zu machen, an deiner Kleidung zu zupfen, ständig deine Körperposition zu verändern, …, dann wirkst du für dein Gegenüber sicher und entspannt.

Viel spannender ist jedoch, dass du dadurch auch viel selbstbewusster wirst. Dadurch, dass du dich mit deinem Körper so verhältst, als wärst du die selbstsicherste Person im Raum, denkt auch dein Gehirn direkt, dass du dich gerade wohl und entspannt fühlst, was dir weiteren Auftrieb für eine gute Konversation geben kann.

 

4. “Always wear a Whatzit” - Trag' immer etwas Ungewöhnliches 👑

 

Oft fragen wir uns, wie ein erster Einstiegssatz sein könnte, um eine Konversation mit einer anderen Person zu beginnen. Durch ein “Whatzit” kann man den Spieß einfach umdrehen und sich selbst ansprechen lassen. Lowndes beschreibt ein “Whatzit” als einen ungewöhnlichen, besonderen Gegenstand/Accessoires, das man trägt, was dann anderen Personen auffällt. Im besten Fall ist es so interessant, dass man darauf angesprochen wird.

Deiner Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt. Von farbigen auffälligen Socken, über eine interessante Krawatte, bis hin zu einer auffälligen Verhaltensweise kann alles dabei sein. Übrigens meine ich mit einer auffälligen Verhaltensweise nicht, dass du laut rumschreist oder Dinge kaputt machst, sondern viel eher eine kreative, lustige Art, die dich interessant macht. Wie wäre es mit 5 Liegestützen alle 15 Minuten? Wenn dich jemand darauf anspricht, warum du immer Liegestütz machst, sagst du ganz einfach: “Ich bin etwas müde, andere Leute trinken Kaffee, doch ich habe gemerkt, dass mich körperliche Aktivität wieder aufweckt.” Zack, bist du im Gespräch.

Übrigens kannst du auch “Whatzits” an anderen Personen suchen und sie darauf ansprechen. Mach dir keinen all zu großen Kopf, wie dein Gegenüber deine Frage aufnimmt. Die meisten Leute fühlen sich geschmeichelt, wenn du Interesse an ihnen zeigst.

 

5. “Never the naked [...]” - Niemals nur die kurze Antwort 🗣

 

Ein großes Problem, was immer wieder auftritt, ist, dass Smalltalk zu “small” geführt wird. 
Wie würdest du auf die folgenden 2 Fragen antworten:

Wo kommst du her?

Was arbeitest du?

Wenn du geantwortet hast “Name deiner Heimatstadt” und “Bezeichnung deines Berufs”, dann haben wir das Problem auch schon erfasst. Bevor du dich jetzt schlecht fühlst: 99% der Leute antworten so. Wenn man auf Fragen wie diese, nur mit 1-2 Worten antwortet, kann kein wirkliches Gespräch zustande kommen. Was soll denn als nächster Impuls deines Gesprächspartners kommen auf eine so “nackte” Aussage. Er antwortet vielleicht “cool” oder “interessant”. Wenn du Glück hast, weiß er ungefähr, wo deine Heimatstadt liegt und antwortet “Ah, liegt das nicht im Bundesland XY?”. Oft ist es aber der Fall, dass er keinen Schimmer hat, wo deine Heimatstadt liegt, und deswegen zu unsicher ist, überhaupt etwas zu sagen.

Abhilfe kannst du hier schaffen, indem du noch ein paar Fakten hinzufügst, die potentiell förderlich für das weitere Gespräch sind. Antworte auf die Frage nach deinem Job nicht mit “Ich bin Architekt” sondern antworte “Ich verwirkliche Menschen den Traum vom eigenen Haus ganz nach ihren Vorstellungen. - Ich bin Architekt”.

 

 

6. “Learn a Little Jobbledygook” - Lerne über andere Berufe 👨‍💻

 

Sicher ist es dir auch schon einmal passiert, dass du mit einer Person ins Gespräch gekommen bist, sie dir ihren Beruf genannt hat (ähnlich kurz wie in Punkt 5 beschrieben) und du keinen blassen Schimmer hast, was angesagte Themen im Beruf deines Gegenübers sind. Hier kann es helfen, sich hin und wieder Lektüre, entweder online oder offline, zu anderen Berufen durchzulesen. Natürlich kannst du nicht über alle Berufe Bescheid wissen, hier darfst und musst du “auf Lücke lernen”. Schnapp dir doch einmal eine Zeitschrift über Zahnärzte. Du musst dir die Zeitschrift nicht einmal kaufen. Nimm dir 10 Minuten Zeit bei deinem nächsten Trip zum Supermarkt und blätter' ein wenig durch die wichtigsten Seiten.

Vielleicht erfährst du zum Beispiel, dass gewisse Behandlungen nicht mehr von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen werden sollen, und zack weißt du über das aktuellste Zahnarzt-Thema Bescheid. So kannst du dir Stück für Stück eine Bibliothek an kleinen Wissenshappen aufbauen, die du dann nach und nach den verschiedenen Personen präsentieren kannst. Das lässt dich gebildet wirken und hilft dir dabei, Gespräche nicht abbrechen zu lassen.

 

7. "Name Shower" - Lass' den Namen des anderen regnen 🌧

 

Wenn es eine Sache gibt, die wir Menschen gerne hören, dann ist es unser eigener Name. Du kennst es doch sicherlich: Du lernst eine neue Person kennen und ihr trefft euch durch Zufall einige Wochen später auf der Straße wieder. Die ersten zwei Worte, die dir deine noch recht frische Bekanntschaft entgegenbringt sind “Hey” und als zweites deinen Namen. Du fühlst dich super geschmeichelt, dass dein Gegenüber nach all der Zeit noch deinen Namen weiß, und gleichzeitig fühlst du dich sehr schlecht, wenn dir der Name von ihm/ihr nicht mehr einfällt. Lerne, den Namen deines Gegenübers in jeder Art von Gespräch wertzuschätzen und regelmäßig zu wiederholen. Das gibt deinem Gegenüber ein gutes Gefühl und durch die Wiederholung fällt es dir leichter, den Namen zu merken. Es ist also eine Win-Win-Situation. Nur bitte übertreibe nicht damit, dann wird es irgendwann eher unangenehm für deinen Gesprächspartner.

 

8. “Your Personal Thesaurus” - Dein persönlicher Wortschatz 📚

 

Eine Übung, die dich sofort intelligenter wirken lässt und zu einem interessanten Gesprächspartner macht, ist folgende: Es gibt sicher Wörterdie du immer und immer wieder in deinen alltäglichen Gesprächen verwendest. Werde dir dieser bewusst, schreibe sie auf und nimm dir im zweiten Schritt ein Synonym-Wörterbuch her und suche dir Alternativen für deine nächsten Gespräche.

Warum immer “super” sagen, wenn es auch “großartig”, “überragend”, “phänomenal” oder “außerordentlich” gibt? Sprich die Synonyme ein paar Mal vor dich her, um für dich das natürlichste zu finden. Machst du das täglich mit einem Wort, so wirst du nach 1-2 Monaten bereits eine signifikante Wortschatzerweiterung erfahren, die unter Garantie auch deinen Gesprächspartnern auffallen wird.

 

9. “Parroting” - Mach' den Papagei 🐦

 

Eine Technik, die mir persönlich bereits aus so einigem peinlichen Schweigen geholfen hat, auch als ich sie noch nicht unter diesem Namen kannte, ist “Parroting”. Hierbei geht es darum, dass man in Situationen, in welchen man gar nicht mehr weiter weiß, einfach die letzte Aussage bzw. Teile davon einfach wiederholst. Nicht unbedingt die eleganteste Lösung, aber sie erfüllt ihren Zweck. Ein einfaches Beispiel kann so aussehen:

A: Letzte Woche sind wir aus dem Urlaub zurückgekommen.

B: Dem Urlaub?

A: Ja, wir waren in Schweden.

B: In Schweden?

A: Ja, meine Frau und ich lieben die Berge und dachten uns, das sei ein perfekter Ort zum Wandern.

B: Perfekt?

A: Ja, es gibt einfach kein Land, welches eine so interessante Vielfalt an Natur mit sich bringt.

Du verstehst das Prinzip. Behalte diese Technik einfach als Notlösung im Hinterkopf.

 

10. “Whoozat” - Wer ist das? 🤔

 

Diese Technik ist hervorragend, wenn du auf eine Party eingeladen wurdest und den Gastgeber kennst. Angenommen du entdeckst eine interessante Person des anderen Geschlechts oder eine Person, mit der du einfach ins Gespräch kommen möchtest, dann ist es ein Leichtes, einfach den Gastgeber zu fragen“Wer ist das da drüben?” Die Wahrscheinlichkeit, dass der Gastgeber die Person kennt ist sehr hoch, immerhin ist er der Gastgeber. Er kann euch beide dann einfach vorstellen und schwups seid ihr im Gespräch.



Dies waren nur 10 der 92 Tipps aus dem Buch “How To Talk To Anyone” von Leil Lowndes. Gerade, wenn es dir darum geht, Gesprächseinstiege zu lernen, Konversationen aufrechtzuerhalten und wertvolle Beziehungen aufzubauen, dann besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass dir das Buch gefallen wird. Ich kann es dir jedenfalls wärmstens empfehlen und hoffe, dir haben die 10 Tipps bereits einen großen Mehrwert gestiftet. Ich freue mich über einen Kommentar von dir unter diesem Beitrag.

📚 Das Buch gibt es übrigens hier zu kaufen: How To Talk To Anyone*

🎧 Und wenn du mehr auf Hörbücher stehst: How To Talk To Anyone*

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Ansonsten wünsche ich dir noch eine schöne Woche und ich hoffe, wir hören bald wieder voneinander!

 


 

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