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Was ist passives Einkommen?

Kann man wirklich passiv Geld verdienen?

Viele Leute träumen davon, Geld zu verdienen, während sie auf Reisen sind, während sie sich mit Freunden treffen oder während sie schlafen. Meistens entsteht dieser Wunsch aus einer Frustration von den eigenen Lebensumständen.

Wenn man sich dann ein wenig im Internet beliest, wird man auf die verheißungsvollen Worte, passives Einkommen, aufmerksam. Meist wird dann beschrieben, dass passives Einkommen ein Einkommen ist, was ich regelmäßig bekomme, ohne dafür zu arbeiten. So einfach ist es aber leider nicht.

Ich möchte dir heute einmal aufzeigen, was passives Einkommen wirklich bedeutet und welche Möglichkeiten daraus erwachsen, wenn man das Prinzip einmal komplett verstanden hat. Passives Einkommen erklärt man am einfachsten, indem man es mit aktiv verdientem Einkommen vergleicht.


Der Unterschied zwischen aktivem und passivem Einkommen


Aktives Einkommen

Aktiv verdientes Einkommen ist leicht zu verstehen, da die meisten Personen nach diesem Prinzip ihren Lebensunterhalt verdienen. Ich tausche meine Zeit gegen einen gewissen Stundensatz und erhalte am Ende des Monats eine entsprechende Vergütung auf mein Konto.

Arbeite ich im Monat 160 Stunden zu jeweils 15€ pro Stunde, so habe ich am Ende des Monats 2.400€ brutto verdient.

Aktives Einkommen funktioniert also folgendermaßen:

 


Ich habe eine konstante Investition meiner eigenen Zeit bzw. Arbeitskraft, die in einem proportionalen Verhältnis monetär entlohnt wird. Höre ich auf zu arbeiten, so besteht für mich auch kein Anspruch mehr, Geld zu verdienen. Mein Einkommen ist also zu jeder Zeit abhängig von meiner investierten Zeit.

Was für ein Nachteil erwächst daraus?

Meine Zeit, die ich investieren kann, ist limitiert auf 24 Stunden pro Tag. Wenn man bedenkt, dass wir alle im Schnitt 8 Stunden pro Tag schlafen sollten, bleiben mir also nur noch 16 Stunden pro Tag. Das heißt, mein aktiv verdientes Einkommen wird immer auf meine eigene Leistungsfähigkeit und Arbeitszeit begrenzt sein. Selbstverständlich verdiene ich nur Geld, wenn es meine Gesundheit auch zulässt.


Bist du bereit für passives Einkommen?

Bevor ich anfange zu erklären, wie passives Einkommen funktioniert, muss ich noch eine Sache loswerden. Einige der Leser des nächsten Absatzes werden nicht ganz nachvollziehen können, wie passives Einkommen so “einfach” funktionieren kann. Das ist auch vollkommen natürlich. Denn sind wir einmal ehrlich: Was bekommen wir denn in der Schule beigebracht?

“Mach eine Ausbildung und nimm danach eine sicheren Job an, damit du ein entspanntes Leben führen kannst.”

Die wenigsten sagen: Bilde dich über Schule und Studium hinaus und schau’ wie du ein Unternehmen gründen kannst, um nicht 40 Jahre selbst für dein Geld arbeiten zu müssen. Das Schul- und Ausbildungssystem in Deutschland ist darauf ausgelegt und zu Angestellten zu erziehen. So funktioniert das System.

Ich möchte hiermit trotzdem jeden dazu einladen, einmal die Offenheit zu besitzen, sich dem Thema “Passives Einkommen” bzw. “Geld/Personen für sich arbeiten lassen” zu öffnen. Die Chancen, die sich daraus ergeben können, haben das Potential das Leben eines jeden zu verändern. Davon bin ich fest überzeugt! Legen wir also los:


Passives Einkommen

Passives Einkommen an sich existiert nicht. Es gibt kein Einkommen, was regelmäßig fließt, ohne dass nicht an irgendeiner Stelle Arbeitskraft investiert wird. Wenn eine Person ein Einkommen bezieht, was unabhängig von ihrer Arbeitskraft fließt, dann liegt dies nur daran, dass sie die Arbeit auf eine andere Person oder eine Software ausgelagert hat.

Passives Einkommen entsteht also überall dort, wo ich anfangs sehr viel Zeit und Arbeitskraft investiere, um mir ein System aus Personen oder Software zu schaffen.



Dieses System arbeitet dann für mich und beteiligt mich an dem erschaffenen Wert. Um diese abstrakte Darstellung anschaulicher zu machen, hier ein kleines Beispiel:

Stell dir vor du entwickelst ein Produkt, beispielsweise einen Energy Drink, welchen du vermarkten möchtest.  Anfangs investierst du sehr viel Zeit in Recherche (für Zutaten, Hersteller, Design etc.). Wahrscheinlich investierst du auch einiges an Geld für erste Prototypen. Hast du nun die perfekte Rezeptur in der perfekten Verpackung gefunden, so wirst du nun anfangen, das Produkt zu bewerben. Anfangs musst du noch sehr viel selbst tun, das heißt potenzielle Kunden akquirieren, Kundenbetreuung, Weiterentwicklung des Produktes,...

Doch irgendwann bist du an einem Punkt, wo du durch erste Gewinne, Personen anstellen kannst, die für dich die wichtigsten Geschäftsbereiche übernehmen, sodass du nur noch strategisch im Hintergrund arbeiten musst. Dies schafft dir einen großen Freiraum und, da dieses von dir aufgebaute Unternehmen immer noch dir gehört, auch einen monatlichen Einkommensstrom.

Deine Aufgabenbereiche verschieben sich nun. Du bist nicht mehr der, der jede kleine Aufgabe verrichtet, sondern viel mehr der, der koordiniert und managt. Du beziehst nun passives Einkommen, deine Mitarbeiter beziehen aktives Einkommen.

Was in diesem Beispiel klar werden soll, ist, dass passives Einkommen nicht ohne Arbeit funktioniert. Der Unterschied zu aktivem Einkommen ist jedoch, dass die Arbeit nicht konstant erbracht werden muss, sondern nur am Anfang, dafür aber sehr viel. Du baust dir ein System auf, welches irgendwann von (nahezu) alleine läuft und du nur noch mit sehr geringem Arbeitsaufwand monatlich Geld verdienst.


Was gibt es für Möglichkeiten, um passiv Geld zu verdienen?

Ein klassisches Beispiel für passives Einkommen ist die Immobilie. Wenn du dir noch einmal die Grafik anschaust, wie passives Einkommen funktioniert, so passt das Beispiel der Immobilie perfekt auf diese. Anfangs hast du einen großen Berg zu erklimmen, der in diesem Fall das benötigte Startkapital symbolisiert. Es braucht Zeit und Disziplin genügend Geld anzuhäufen, welches du dann für eine Anzahlung einer Immobilie nutzen kannst. Die Immobilie lässt du dann von anderen Mietern bewohnen und kassierst die monatlichen Mieteinnahmen. Dieses Prinzip ist eines der einfachsten überhaupt. Wenn du die Verwaltung deiner Immobilie auch noch an eine Hausverwaltung abgibst, dann hast du nahezu keinen laufenden Aufwand für deine monatlichen Mieteinnahmen. Hier musst du aber auch wieder verstehen, dass die Finanzierung einer Immobilie mit einem hohen Kapitaleinsatz einhergeht. Das heißt: Du musst am Anfang viel Zeit investieren, um dieses Anfangskapital anzuhäufen. Dieses nutzt du dann, um dein passives Einkommenssystem aufzubauen.


Ein weiteres klassisches Beispiel sind Zinsen. Das Prinzip funktioniert ähnlich wie bei Immobilien. Ich spare mir eine gewisse Summe Geld an, packe diese auf mein Bankkonto und kassiere jährlich Guthabenzinsen. Wenn du diesen Artikel in 2018 liest, dann bist du wahrscheinlich gerade ins Schmunzeln gekommen, da wir aktuell in einem Zinsumfeld nahe 0% sind. Nehmen wir jedoch an, es gäbe noch 3% Zinsen, so würdest du auf eine Einlage von 10000€ 300€ Zinsen pro Jahr vor Steuern bekommen, das heißt 25 € pro Monat.


Die beiden oben genannten Beispiele gehen mit sehr hohem Kapitaleinsatz einher. Wenn du nicht viel Kapital zur Verfügung hast, dafür aber einiges an Zeit investieren kannst, so kann es für dich interessant sein, das Internet intelligent zu verwenden, um passiv Geld zu verdienen. Gerade heutzutage kannst du beispielsweise einen Blog zu einem gewissen Thema schreiben, Videos filmen oder einen Podcast aufnehmen mit dem Ziel, eine gewisse Leser- bzw. Zuhörerschaft aufzubauen.

Ich beschreibe dir das am besten an einem konkreten Beispiel. Du interessierst dich für das Thema Gärtnerei und schreibst jede Woche zwei Artikel auf deiner Website. Mit der Zeit interessieren sich immer mehr Leute dafür, was du in deinem Garten anstellst, und werden nun langsam auch neugierig, welche Hilfsmittel du verwendest.

Hier kann es interessant sein, Werbung für gewisse Produkte, wie beispielsweise Blumentöpfe, Werkzeug etc. zu machen und über Vermittlungsprovision etwas Geld zu verdienen.

Auch hier greift wieder das gleiche Prinzip wie in den anderen beiden Beispielen. Du musst am Anfang sehr viele Artikel schreiben, um eine gewisse Community aufzubauen. Hast du aber einmal beispielsweise 100 Artikel geschrieben und regelmäßig 100 Personen auf deiner Website, so kannst du ohne weiteren Zeitaufwand über Provisionen für beworbene Produkte Geld verdienen. Sicher verdienst du hiermit nicht im ersten Monat 5.000€, aber dafür, dass du keine Erstinvestition tätigen musst, ist das Schreiben von Blogartikeln bzw. das Drehen von YouTube Videos eine interessante Möglichkeit ins passive Verdienen zu starten.


Welche Möglichkeiten ergeben sich aus passivem Einkommen?

Blogartikel wie dieser haben die Tendenz, ein gutes Gefühl hervorzurufen, aber führen leider selten dazu, dass man tatsächlich in Aktion tritt. Man denkt sich:: “Ich habe auch Lust auf passives Einkommen, die Idee klingt gut”, aber die wenigsten tun den ersten Schritt in diese Richtung.

Leider sagt die Statistik, dass 98% aller Leute, die diesen Blogartikel lesen, sich nie ein passives Einkommen aufbauen und einfach weiter ihrem Daily Business nachgehen.

Um dich noch ein wenig zu inspirieren, möchte ich dir anhand einer bildlichen Reise an die Hand geben, was für ein Potenzial in der Idee des passiven Einkommens steckt, wie es dein Leben verändern kann (und wird) und wie es dir dabei helfen kann, ein besserer Mensch zu werden.


Stell dir vor, du investierst die nächsten drei Jahre deines Lebens darin, dir ein System aufzubauen, das dir monatlich ein passives Einkommen zahlt, das dein Haupteinkommen ersetzt.

Du hast nun die Möglichkeit, mit der Familie nicht nur einmal im Jahr für drei Wochen in den Urlaub zu fahren, sondern vielleicht 5 mal im Jahr für je zwei Wochen.

Du kannst in Thailand, Dubai, Italien oder den USA sein, du wirst trotzdem regelmäßig Geld verdienen.

Es kommt auch nicht auf die Uhrzeit an. Es kann 4 Uhr nachts sein, du schläfst, oder 15 Uhr nachmittags während du im Café sitzt und mit deiner Freundin oder deinem Freund einen Kaffee trinkst. Im Hintergrund verdienst du Geld.

Du hast die Möglichkeit, den Hobbys nachzugehen, denen du nachgehen möchtest und das nicht nur zweimal in der Woche.

Du kannst endlich mehr Zeit mit den Leuten verbringen, die dir wichtig sind. Endlich mal wieder bei den Großeltern vorbeischauen, nochmal einen extra Ausflug mit den Kindern machen,...

Wenn dieses Szenario eines ist, mit welchem du dich anfreunden kannst, dann verlange ich nur eine Sache von dir. Nimm dir kurz fünf Minuten Zeit, um dir zu überlegen, wie dein Traumleben aussehen sollte und ob passives Einkommen dich deinem Ziel näher bringen kann.

Und danach setze den ersten Schritt auch direkt in die Tat um! Informiere dich weiter zu dem Thema oder setze dir zumindest einen Termin, an welchem du weitere Blogartikel zu dem Thema lesen wirst, dir ein Buch dazu kaufst, einen Videokurs anschaust oder mit einer Person redest, von der du weißt, dass sie passiv Geld verdient.

Mehr als inspirieren kann ich dich an dieser Stelle leider nicht.

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Kommentare: 1
  • #1

    Sascha (Montag, 12 November 2018 09:39)

    Eine sehr gute Erklärung zum Thema passives Einkommen. Das Thema ist schon umfangreicher als so mancher glaubt, daher ist es auch sehr wichtig sich ausführlich damit zu beschäftigen (https://www.finanznachrichten.de/)